Entstehung

Die Pilgermission St. Chrischona wurde am 8.März 1840 von Christian Friedrich Spittler in der ehemaligen Wallfahrtskirche "St. Chrischona" oberhalb von Bettingen bei Basel gegründet. Spittler bewegte u.a. die geistliche Not in den Ländern Europas. Darum wollte er junge Männer als "Pilgermissionare" ausbilden. Sein Leitgedanke war: "Wenn wir dafür sorgen, dass die Heiden Christen werden, so dürfen wir nicht versäumen, auch darauf bedacht zu sein, dass die Christen keine Heiden werden." Diese Überzeugung kennzeichnet die Arbeit der Pilgermission St.Chrischona bis heute.

 

Unter dem späteren Leiter Carl H. Rappard (er wirkte von 1868-1909 in St.Chrischona) wurde die Ausbildungsstätte zu Europas erster Evangelistenschule gestaltet und später als Prediger- und Missionsseminar geführt. Schon bald entstanden Gemeinschaften der Pilgermission St.Chrischona in der Schweiz (1869), in Deutschland (1875) und in Frankreich/Elsass (1876).

Im Jahr 1909 wurde in St.Chrischona eine Bibelschule für Frauen und im Jahr 1925 ein Diakonissen-Mutterhaus gegründet. Die Bibelschule für Frauen und das Prediger- und Missionsseminar sind 1994 im Zuge einer Studienreform zum "Theologischen Seminar St.Chrischona" (TSC) zusammengelegt worden.

Seit 1966 arbeitet die Pilgermission St. Chrischona unter Deutschsprechenden im südlichen Afrika ("Chrischona-Stadtmissionen im südlichen Afrika" / CSSA). Sie weiß sich auch den messianischen Gemeinden in Israel verpflichtet ("Arbeitsgemeinschaft für das messianische Zeugnis an Israel" / AMZI). Um das Jahr 1854 hatte Spittler Pilgermissionare u.a. auch nach Äthiopien gesandt. Aus diesen Anfängen entwickelte sich in späterer Zeit die Chrischona-Mission, die in Äthiopien tätig war und seit 1977 in Verbindung mit der Deutschen Missionsgemeinschaft e.V. in verschiedenen Ländern Afrikas und Südamerikas arbeitet.

Außerdem arbeiten viele Absolventen von St.Chrischona in anderen Gemeinschaftswerken, in landes- und freikirchlichen Gemeinden und in verschiedenen Missionsgesellschaften.